Paestum
Bildergalerie der Klassenfahrt
Die Anreise
Münster. Es regnete an diesem Samstagnachmittag. Der Bus mit der Aufschrift "Eifelgold" verhieß jedoch irgendetwas Sonniges. Zudem war es, symbolischer Weise, der erste Tag der Sommerzeit. Italien wir kommen! Genauer gesagt Paestum, ein kleiner Ort am Golf von Neapel in der süditalienischen Region Kampanien. Eine Traube von Eltern verabschiedete 29 Schülerinnen und Schüler der Zweijährigen Berufsfachachschule für Drucktechnik sowie die Lehrer Ulrike Arndt, Björn Knuth und Manfred Kluthe. Mit der Perspektive einer 24-stündigen Busfahrt richteten wir uns häuslich ein und verließen Münster und den Regen.
Paestum und das Hotel
In Paestum angekommen, wurden wir herzlichst von den Hotelbesitzern Nadine, Toni und ihren kleinen Zwillingen begrüßt. Das Hotel Olympia hatte den Charme einer gemütlichen Herberge, mit gut ausgestatten und sauberen Zimmern, einem großen Frühstückssaal, Lounge, Kicker und Basketballkorb, sowie Bäder auf den Zimmern. Unsere Schüler ließen es sich nach der ersten warmen Mahlzeit natürlich nicht nehmen das Meer noch am gleichen Abend zu begrüßen.
Der Vesuv und Pompeji
Zu aller Anfang sollte man sich bekanntlich einen Überblick verschaffen. So bestiegen wir am nächsten Morgen den ehrwürdigen Vesuv. Der einzige noch aktive Vulkan auf dem europäischen Festland, der mit seinem Ausbruch vor ca. 2000 Jahren die antike Stadt Pompeji vernichtete. Der Aufstieg vom Basisplateau wurde belohnt mit einem sensationellen Ausblick in den riesigen Krater und auf das uns zu Füßen liegende Neapel. Auf der anderen Seite des Vulkans lag in der Tiefe die ausgegrabene Stadt Pompeji, die mehr durch die herabregnende Asche, als durch das flüssige Magma vollkommen zerstört wurde. Knapp zwei Stunden schauten wir von eben dieser Stadt hoch zum Vesuv, auf dem wir eben noch standen und nahmen so die Perspektive der Bürger von damals ein. Ein Perspektivwechsel der ergreifenden Art. Die Führung war alles andere als trocken. Toni, unser Begleiter, veranschaulichte uns sehr lebendig die alltäglichen Lebensumstände der Bürger, die zu verblüffenden Erkenntnissen über das damalige Leben führten. Die lebendigen Eindrücke inspirierten die Gespräche der Schüler noch lange an diesem Abend.
Mozzarella di Bufalla
Am nächsten Tag sollte der Bus und unsere Busfahrer sich mal eine Auszeit gönnen dürfen. So spazierten wir entlang eines idyllischen Wanderweges zu einer Büffelmozzarellafarm. Vor Ort sahen wir gut gelaunte und wohl genährte Wasserbüffelkühe mit ihren kleinen Wasserbüffelkälbern und verfolgten aufmerksam die Produktionsschritte der Mozzarellaherstellung. Übrigens sei an dieser Stelle zu erwähnen, dass rund um Paestum wohl der qualitativ beste Knetkäse frei von Dioxinen hergestellt wird, trotz des gegenwärtigen Müllskandals in der großen Region Kampanien.
Die Amalfiküste
Die berühmte Küste um den Ort Amalfi überraschte uns am darauf folgenden Tag zunächst mit einem heftigen Wolkenbruch. Als regenverwöhnte Münsterländer konnte uns diese Tatsache jedoch nicht wirklich beunruhigen und so wurden wir für unsere Zuversicht prompt mit einem blauen Himmel und Sonnenschein belohnt. Beeindruckend war das Ensemble aus Zitronenhainen links und rechts der Küstentreppen, winzigen Bergdörfern mit einem vorindustriellen Charme, bimmelnden Ziegenherden und dem Blick auf die Stadt Amalfi, die Riviera mit der Insel Capri. Der letzte Abend der Klassenfahrt wurde von den Schülern und Lehrern schließlich noch mit einem grandiosen Kickerturnier besiegelt.
Die Abreise
Die Verabschiedung fiel uns am nächsten Morgen nicht weniger leicht, zumal der Aufenthalt im Hotel Olympia von Nadine und Toni ausgezeichnet arrangiert wurde. Die Rückreise gestaltete sich absolut reibungslos, so dass wir sogar vier Stunden vor der Zeit wieder in Münster waren. Die Schülerinnen und Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule für Drucktechnik konnten am Ende der Fahrt auf erlebnisreiche Eindrücke Süditaliens zurückblicken.
Text: Manfred Kluthe
Adolph-Kolping-
Berufskolleg
Lotharingerstraße 30
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