Als die Schülerinnen und Schüler der Klasse HO U4 (Hotelfachleute) des Adolph-Kolping-Berufskollegs von Herrn Loer, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Sri Lanka, erfuhren, wie schlecht es dort um die Bildung von den Kindern steht, entschieden sie sich eine Spendenaktion zu organisieren.

Besonders beeindruckt waren die jungen Hotelfachleute von dem Projekt der „Evening classes“.

Im Norden von Sri Lanka leben die Tamilen, welche von der Regierung nicht unterstützt werden, insbesondere gibt es für sie keine staatlichen Schulen. Die Evening classes sind eine inoffizielle und nichtstaatliche Initiative und bieten den tamilischen Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit unterrichtet zu werden. Dafür werden pro Klasse zwei Lehrer und vor allem Dieselgeneratoren für das Licht benötigt, da der Unterricht erst „heimlich“ nach Einbruch der Dunkelheit stattfinden kann.

Da diese Evening classes auf Spenden angewiesen sind, nahm sich Klasse HO U4 vor, Geld für Lehrer, Schulmaterial und Diesel zu sammeln.

Im Politikunterricht von Frau Mitschker organisierten sie deshalb kurz vor Weihnachten einen Projekttag, an dem sie in allen drei Schulgebäuden selbst gebastelte Windlichter und frische Waffeln verkauften. Um mehr Aufmerksamkeit für die Aktion zu wecken, gingen die Hotelfachleute durch die Klassen und gaben ihren Mitschülern Hintergrundinformationen zu dem Projekt.

Die Reaktion in den Pausen war ein so großer Ansturm auf die Verkaufsstände, dass Zutaten für weiteren Teig besorgt werden mussten, denn jede Waffel und jeder Euro zählt.

Stolz konnten die Schülerinnen und Schüler Herrn Loer nun einen Spendenbetrag von 500 Euro überreichen. Er war überrascht von der Höhe der Summe und freute sich sehr über diese Hilfe. Herrn Loers Aussage, dass „Kleinvieh auch Mist macht“, hat sich den Schülern fest eingeprägt. Denn es stimmt, man kann schon mit kleinen Spendenbeträgen viel erreichen. Ein Lehrer kostet in Sri Lanka zum Beispiel nur 15 Euro pro Monat.

Der Dank der Klasse HO U4 gilt allen Schülerinnen und Schülern, die das Projekt unterstützt haben.



Text: Judith Mitschker und Werner Grundhoff

Foto: Judith Mitschker