Das Adolph-Kolping-Berufskolleg ist für die erfolgreiche Teilnahme an der Landeskampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ gemeinsam mit weiteren 17 Schulen aus Münster als „Schule der Zukunft" zertifiziert worden. Im Rahmen der festlichen Auszeichnungsfeier am Mittwoch, dem 25. November 2015 im Gymnasium Paulinum, erhielten die Schulen aus den Händen von Schulministerin Sylvia Löhrmann, Umweltminister Remmel, Dr. Barbara Köllner, Abteilungsleiterin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) und Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjamsson Urkunden, Hausschilder und Fahnen über die erreichte Zertifizierung. Damit können sie sich künftig in der Öffentlichkeit mit dem Gütesiegel „Schule der Zukunft“ präsentieren.

Auf Anhieb hat das Adolph-Kolping-Berufskolleg die höchste „Auszeichnungsstufe 3“ erreicht, womit gewürdigt wird, dass Nachhaltigkeit im Unterricht aller unserer Lerngruppen sowie in Projekten und und Aktivitäten „gelebtes Element des Schulalltags" ist (Zitat aus der Kampagnenbroschüre 2012). Wie unsere vielfältigen Nachhaltigkeits-Aktivitäten beweisen, wurde uns diese Ehre zurecht erwiesen: Wir kooperieren mit außerschulischen Partnern wie der Stadt, Unternehmen, Verbänden und anderen Bildungseinrichtungen und präsentieren unser Engagement auf Events wie der der Fair Trade-Messe, dem Coffee Fair Day, dem Sri Lanka-Projekt, der SV-Nikolausaktion, Ausstellungen wie „No Plastics“ oder „Slow Fashion“ und nicht zuletzt unserer internationalen Schulimkerei.
Dahinter verbirgt sich eine Kooperation des Beruflichen Gymnasiums mit der Internationalen Klasse mit Förderbedarf (IFK), in der junge Menschen verschiedener Nationen mit unterschiedlichen Biographien, Sprachen sowie kulturellen und religiösen Bezügen gemeinsam unterrichtet werden. Die Imkerei unter der Leitung von Frau Gernun und Frau Mitschker dient dabei als Medium und soll das gemeinsame Lernen von- und miteinander sowie den respektvollen Umgang nachhaltig und auf vielen Ebenen fördern.

Vor der Übergabe der Auszeichnungen zogen Umweltminister Remmel und Schulministerin Sylvia Löhrmann in einem Podiumsgespräch eine Bilanz des nun zu Ende gehenden Kampagnenzeitraums und gaben einen Ausblick auf die Zukunft der Landeskampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“. Schulministerin Frau Löhrmann betonte, dass die Kampagne den Schülerinnen und Schülern „Gestaltungskompetenz vermittelt, da sie erleben, dass eigene Verhaltensänderungen ein nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung der Welt sein können.“ Deshalb setze sie auch gerade in NRW, wo die Schullandschaft sehr vielfältig sei, auf die Eigeninitiative der Schulen. Die Politik lege die Bildungsziele fest, die konkreten Wege dorthin legen die Schulen selbstständig fest.

Einen nachhaltigen Eindruck hat auch unsere Abteilung für Nahrungsmittelgewerbe hinterlassen, die unter der Leitung von Herrn Stürznickel und Frau Mitschker die Bewirtung der über 300 Gäste mit gesunden Produkten aus der Region bewerkstelligte. Das schmackhafte und nachhaltige Angebot aus Gemüsekuchen, Apfelmuffins und Gemüsesticks wurde begeistert angenommen.

Die Landeskampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ ist eines der fünf Leitprojekte der nordrhein-westfälischen Landesregierung zur Umsetzung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 – 2014“, die die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in die nationalen Bildungssysteme integrieren möchte. Sie wird vom Umwelt- und Schulministerium unterstützt und seit vielen Jahren durch die Natur- und Umweltschutz-Akademie Nordrhein-Westfalen (NUA NRW) koordiniert und durchgeführt. Weitere Details zur Kampagne und den Projekten aller beteiligten Schulen sind im Internet unter www.schule-der-zukunft.nrw.de zu finden.

Text: Presse-Info der NUA, Christiane Mohseni Akhavan und Werner Grundhoff
Fotos: Ellen Gernun