Im übertragenen Sinne „tief ins Bierglas geschaut“ haben die Schüler der Klasse HO U3 der Hotelfachleute des Adolph-Kolping-Berufskollegs zusammen mit ihrer Fachlehrerin Anna Kollmeier und der Referendarin Stephanie Holtmann bei der Besichtigung der Isendorfer Hausbrauerei auf Hof Dieckmann in Emsdetten am Freitag, dem 09.06.2017.

Empfangen wurde die Gruppe von Biersommelier Dirk Dieckmann, der sie zu einer Reise in die schier unendliche Welt der Hopfensorten und Malze einlud.

Zunächst ging es in die hofeigene Brauerei, in der das Bierbrauen noch ein „richtiges“ Handwerk ist. Inmitten der Kessel und Tanks erklärte Herr Dieckmann auf eindrucksvolle Art und Weise, dass Bier nicht immer gleich Bier ist. Exotische Hopfensorten aus den USA, Süddeutschland und England sorgen in der Handwerksbrauerei für den unkonventionellen Geschmack der sieben Craftbier-Sorten der Linie „Brauartium“, die dort gebraut werden. Neben Herstellung und Geschmack gab es auch eine Einführung in das Marketing von Bier. Es ist Herrn Dieckmann ein Anliegen, eine Bierkultur zu vermitteln, die ein Fachsimpeln über vielfältige Geschmacksvarianten und sogenanntes „Foodpairing“, wie es bei Weinen üblich ist, ermöglicht. An dieser Stelle wurde es natürlich für die angehenden Hotelfachleute besonders interessant: Zum Wild reicht man einen Weizenbock, wohingegen zum Salat ein fruchtiges Weizen passt. Selbst zum Dessert kann man ein Stout einschenken, ein irisch inspiriertes Schwarzbier mit Schoko-Kaffeenoten.

In dem alten Bullenstall des Bauernhofes befindet sich heute der urige Schankraum, in dem Teilnehmer anschließend ihr berufliches Können unter Beweis stellen konnten. Für eine Verkostung legten sie selbst Hand an und zapften obergäriges Dunkel sowie ein helles Pale Ale. Die passenden Gläser dazu, die sich vor allem in ihrer Form unterscheiden und dadurch dem Bier helfen, seine besonderen Aromen zu entfalten, durften nicht fehlen.

Ein herzliches Dankeschön an die Familie Dieckmann für diese tollen Einblicke in die handwerkliche Braukunst.

Text und Bilder: Stephanie Holtmann