Am 28. Januar 2018 um 18 Uhr im Schlossgarten-Café in Münster war es endlich soweit: Die frisch gebackenen Goldschmiedegesellen des Adolph-Kolping-Berufskollegs wurden in einem feierlichen Festakt durch den Innungsmeister Mathias Engels losgesprochen.

 Eine Woche zuvor hatten die Prüflinge ihre Gesellenstücke in Empfang genommen, um ihnen für den ersten öffentlichen Auftritt den „letzten Schliff“ zu verleihen. So wurden Stifte vernietet, Gold und Silber auf Hochglanz poliert und jede Menge Edelsteine gefasst.

„Schmuck wird es immer geben, Schmuck ist die älteste Kommunikationsform und das sich Schmücken gehört zu dem innersten Bedürfnis der Menschen. Unser schönes Handwerk wird es noch ewig geben und Ihre Berufschancen sind folglich hervorragend.“ - mit diesem ermutigenden Ausblick in die Zukunft eröffnete Mathias Engels die diesjährige Lossprechungsfeier. Anschließend wurden die frisch gebackenen Goldschmiedegesellen unter anhaltendem Applaus nach vorne gebeten, wo ihnen vom Innungsmeister eine rote Rose, vom Prüfungsvorsitzenden Klaus Tünte der langersehnte Gesellenbrief und von der Bildungsgangleiterin Sandra Guderian das Abschlusszeugnis des Adolph-Kolping-Berufskollegs überreicht wurde.

Herr Engels bedankte sich mit Präsenten beim Prüfungsausschuss und mit einem großen Blumenstrauß bei Eva- Maria Maas dafür, dass sie als Werkstattleiterin im HBZ einen reibungslosen Ablauf der praktischen Prüfung ermöglicht hatte. Der Wanderpokal für die Ausbilderin des Jahres ging an Frau Haverkamp.

Als krönenden Abschluss nahm jeder Prüfling einen Schluck Wein aus dem Innungs-Pokal, wodurch der symbolische Akt für die Aufnahme in die „Goldschmiedezunft“ vollzogen ist.

Danach konnten auch die Gäste die „kleinen Meisterstücke“ zum Thema „Ein blaues Wunder erleben“ aus nächster Nähe in Augenschein nehmen. Zu bestaunen gab es einen Ring von Lea Saathoff, der sich im Handumdrehen in ein Armband verwandelte. Anika Kuhlmann zeigte ihre goldene Biene, die mal auf einem schlichten Ring und mal auf einem Kettenanhänger aus Bienenwaben aufgesteckt werden konnte. Der bullaugenförmige Anhänger von Michael Smith leuchtete durch eine LED-Lampe blau aus der Tiefe, während das Gesellenstück von Neele Kaffitz dazu einlud, die in den Kettenanhänger eingebaute Sanduhr immer wieder zu drehen und dabei dem fließenden blauem Sand zuzusehen. Mit Sekt, Fingerfood und anregenden Gesprächen klang dieser unvergessliche Abend aus.  

Text: Sandra Guderian

Bild: Timo Mersmann