Bereits in der Mittelstufe haben die Schüler des Religionskurses der Klasse GT O2 der Höheren Berufsfachschule für Gestaltung (HBFG) am Adolph-Kolping-Berufskolleg unter der Leitung ihrer Fachlehrerin Christina Kohle damit begonnen, freie Zeit in soziale Arbeit zu investieren.

Alle Teilnehmer des Kurses suchten sich auf eigene Faust eine soziale Einrichtung, um dort 90 Minuten in der Woche einen freiwilligen Dienst abzuleisten. Die insgesamt neun Schüler verteilten sich einzeln oder in kleinen Gruppen auf verschiedene Einrichtungen und standen den dort Beschäftigten mit voller Kraft zur Seite. Ob bei der Essensausgabe in einem Seniorenheim oder bei der Verpflegung von Tieren in einem Tierheim, die Schüler leisteten ihre Dienste in vielen Bereichen ab und der eine oder andere half sogar in mehreren Einrichtungen aus.

Der Effekt, den diese Aktion erzielen sollte, lässt sich am Beispiel der Schülerin Anna Blensekemper dokumentieren: Sie trat ihren den Dienst in einer Bücherei an, die auf die Unterstützung freiwilliger Helferinnen und Helfern angewiesen ist. Auch nach Abschluss des Projektes verblieb Anna in der Bücherei und übernimmt seitdem jeden Sonntagvormittag eine Schicht am Schalter der Einrichtung oder betreut eines der zahlreichen Projekte, die die Bücherei der Öffentlichkeit anbietet.

Andere Schüler nutzten diese Gelegenheit nur einmalig und halfen zum Beispiel bei der Verpflegung der Blutspendenden beim Deutschen Roten Kreuz. Auch konnten Schüler sich gegenseitig helfen. Eine Schülerin der Klasse zog um und benötigte dringend Unterstützung. Diese erhielt sie von ihren tatkräftigen Klassenkameraden.

Als Fazit für die Schüler steht fest: Freiwillige soziale Arbeit kann sowohl mühselig, als auch erfüllend sein. Aber die Belohnung ist das Gefühl etwas getan zu haben, was unbedingt notwendig aber vielen Menschen zu viel ist.
Nach dem Projekt berichteten die Schüler über wichtige Erfahrungen, die sie gesammelt haben und über ihren wachsenden Respekt gegenüber den Menschen, die solche Dienste täglich ohne jede Gegenleistung absolvieren. Einig sind sich die Schüler auch in einem Punkt: Ein solches Projekt ist eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag und öffnet den Blick für wichtige gesellschaftliche Erfordernisse.

 

Text: Christina Kohle