Auf über 400 Jahre Tuchmachertradition kann am Standort des Tuchmachermuseums Bramsche zurückgeblickt werden. Über 100 Jahre ist es her, dass die Tuchmachergilde alle Mühlengebäude am Mühlenort Bramsche übernehmen konnte und dort ein dreigeschossiges Fabrikgebäude errichtete. Bis 1972 wurden dort Textilien industriell produziert. 1997 eröffnete hier das Tuchmacher Museum.
 
Heute können Besucher des Museums Bramsche in den renovierten und z. T. auch wiederhergestellten Gebäuden die Produktion auf über 100 Jahre alten Maschinen beobachten. So auch die Unterstufe der Auszubildenden im Raumausstatter-Handwerk des Adolph-Kolping-Berufskollegs:
 
Die Schülerinnen und Schüler beobachteten wie aus der Rohwolle in mehreren Prozessschritten Garne hergestellt und später gefärbt wurden.
An historischen Webmaschinen verfolgten die Schüler den Vorgang des Schaftwebens und die Arbeitsweise eines Jaquard-Webstuhls.
 
In einem weiteren Ausstellungsraum konnten die Schüler an noch älteren handbetriebenen Maschinen die Vorgänge in den Spinn- und Webmaschinen im Detail erkunden, an Modellen ausprobieren und erklären.
 
Dieser Berufsschultag wird vielen in Erinnerung bleiben, davon sind alle Schülerinnen und Schüler überzeugt, wie ein "O-Ton" beweist: „An den alten Maschinen und den anschaulichen Modellen habe ich die Arbeit mit Garnen und Geweben erst richtig verstanden!"