Tätigkeit

Fahrzeuglackierer beschichten und gestalten vorwiegend Kraft- und Nutzfahrzeuge mit seriengemäßen Uni- und Metallicfarben, individuellen Sonderfarbtönen, Effekt- und Designlackierungen sowie Beschriftungen und Signets. Die Bandbreite von ca. 25.000 exakt aufeinander abgestimmten Lackrezepturen und Farbtönen kennzeichnen die Vielfalt der Farben in der Fahrzeugbranche. Die Weiterentwicklung der Lacke, die bei einer Reparaturlackierung von Hand auf die Karosserieteile wie z.B. Motorhauben, Kotflügel oder Türen etc. zu applizieren sind, erfolgt permanent und unterliegt ständigen Kontrollen hinsichtlich der geltenden ökologischen Standards.

Bedingt durch den technologischen Fortschritt und der daraus resultierenden, stetig wachsenden Anzahl verschiedenster Lackmaterialien und Lackiertechniken, wurde eine Spezialisierung im Bereich der Fahrzeuglackierung immer dringlicher. Aufgrund der komplexen Anwendung moderner Mess- und Farbmischgeräte sowie die erforderlichen Kenntnisse bzgl. Lackpflege zum Werterhalt, Lackaufbau und Oberflächenanmutung, war die Etablierung eines eigenständigen Ausbildungsberufes erforderlich. Der Beruf ist deshalb seit dem 01.08.2003 ein anerkannter eigenständiger Ausbildungsberuf.

Arbeitsbereiche

Fahrzeuglackierer arbeiten hauptsächlich in Fachwerkstätten für Fahrzeuglackierung. Darüber hinaus sind sie in Unternehmen des Fahrzeugbaus oder auch in Werkslackierereien des Maschinen- und Anlagenbaus, Boots- und Yachtbaus oder Lackierereien von Schienenfahrzeugen beschäftigt:

Kraftfahrzeuginstandhaltung und –reparatur

  • Lackierung von Kraft- und Nutzfahrzeugen

Kraftfahrzeugbau

  • Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren, z.B. Personen und Lastkraftwagen, Busse, Wohnmobile
  • Herstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern

Fahrzeugbau

  • Luft- und Raumfahrzeugbau
  • Schienenfahrzeugbau
  • Boots- und Yachtbau
  • Schiffbau (ohne Boots- und Yachtbau)

Maschinen- und Anlagenbau

  • Herstellung von Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige, z.B. Werkslackierereien beispielsweise von Herstellern von Maschinen für das Druck- oder Textilgewerbe
  • Herstellung von sonstigen nicht wirtschaftszweigspezifischen Maschinen, z.B. Werkslackierereien

 

Anforderungen

Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels und den damit verbundenen Umstrukturierungen im Handwerk gewinnen fachliche, methodische, als auch soziale und persönliche Kompetenzen wie bspw. das eigenständige und sorgfältige Arbeiten, Zuverlässigkeit, sowie Anpassungs- und Kontaktfähigkeit, immer mehr an Bedeutung. Daher gilt es genau diese Kompetenzen zu vermitteln, auszubilden und zu fördern.

Technologische Entwicklungen

Obwohl der Beruf des Fahrzeuglackierers ein überwiegend handwerklicher Beruf ist, erhalten, neben dem Computer, die unterschiedlichsten Maschinen, welche die handwerkliche Arbeit unterstützen sollen, Einzug in das Handwerk. Darüber hinaus hat insbesondere in den letzten Jahren ein ökologischer Umbruch stattgefunden, der u a. Veränderungen im Beschichtungsmaterial sowie bei den Applikationsverfahren mit sich gebracht hat. Dementsprechend gilt es sich permanent über technologische Entwicklungen sowie gestalterische Trends zu informieren, bspw. durch den Besuch von Fachmessen.