Berufsprofil



Die Berufsbezeichnung Raumausstatter, in der die Tapezierer, Polsterer und Dekorateure aufgingen, ist eine Bezeichnung, die die vielfältigen Arbeitsgebiete dieses Gewerkes treffend benennen.

Die Ausbildungsordnung sieht als Schwerpunktgebiete und Qualifikationen vor:

  • Boden
  • Polstern
  • Raumdekorationen, Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen
  • Wand- und Deckendekorationen
  • Anwendung von Informations- und Kommunikationstechniken
  • Vorbereiten von Arbeitsabläufen
  • Kontrollieren und Beurteilen von Arbeitsergebnissen
  • Vorbereiten und Einrichten von Arbeitsplätzen
  • Arbeiten im Team und Eigenverantwortung
  • Entwickeln und Gestalten von Raumsituationen
  • Modernisierung der Arbeitstechniken in den vier Schwerpunkten
  • Qualitätssichernde Maßnahmen
  • Kundenservice

Die aktualisierte Ausbildungsordnung aus dem Jahr 2005 bietet eine gute Grundlage für die Anforderungen der beruflichen Zukunft und der Karriereplanung. Sie ist ein Sprungbrett für die Weiterbildung zum Meister, Gestalter im Handwerk, zum Einrichtungsberater, zum Restaurator im Handwerk oder zum Innenarchitekten. Sie bietet, insbesondere in Verbindung mit der Meisterprüfung, auch eine gute Voraussetzung, selbstständig einen Betrieb zu führen.

Der Ausbildungsberuf Raumausstatterin/ Raumausstatter ist staatlich anerkannt.

Die Regelausbildungszeit, in der die oben knapp aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden sollen, dauert drei Jahre. Der Ausbildungsrahmenplan regelt die genauen Inhalte.

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres soll eine Zwischenprüfung (Fertigkeitsprüfung) durchgeführt werden, durch die der Ausbildungsstand ermittelt wird, indem der Prüfling eine Raumsituation unter Berücksichtigung von Polster-, Dekorations-, Wand- und Bodenarbeiten analysiert, plant und ausführt.

Nach drei Jahren erfolgt die Gesellenprüfung, als Fertigkeits- und Kenntnisprüfung, in der eine Raumsituation gestaltet und hergestellt wird, unter Berücksichtigung der Polster-, Dekorations-, Wand- und Bodenbelagsarbeiten, dabei ist der Schwerpunkt der Ausbildung besonders zu berücksichtigen.


Bildungsgangprofil


Organisationsstruktur

Die aktuelle Steuerung der Bildungsarbeit wird in der Bildungsgangkonferenz Raumausstatter ausgearbeitet und abgefasst, geleitet durch die geltenden gesetzlichen Verordnungen, Planungsvorgaben der Schulleitung und Absprachen sowie Zusagen der noch an der Ausbildung beteiligten Kooperationspartner.

An der Schule werden die Raumausstatterfachklassen in der Teilzeitform einer Bezirksfachklasse unterrichtet.

Die Klassen werden wöchentlich in der Unterstufe mit zwei, in der Mittelstufe mit eineinhalb, in der Oberstufe mit einem Unterrichtstag beschult.


Bildungsgangteam

Der Fachbereich wird von Frau Bialek geleitet, weiter sind hier tätig Frau Bauer, Herr Hölscher, Frau Liekhues und Herr Roth.

Schülerstruktur

Die Klassen zeigen einen größeren Anteil an weiblichen Schülern. Die Altersstruktur weist einen Durchschnittswert von 19 bis 20 Jahren auf, Umschülerinnen und Umschüler können auch bis zu 40 Jahre alt sein.

Didaktisch-Methodische Planung

Die Vorgabe der Stundentafel bezieht sich auf den Lehrplan aus dem Jahr 2005 und ist in einer didaktischen Planung fixiert, die Raum lässt für vordringliche Abweichungen.
Generelles Ziel für den Unterricht ist die Entwicklung umfassender Handlungs-, Fach-, Human-, Sozial-, Methoden-, Lernkompetenzen und kommunikative Kompetenz.

Stundentafel für RaumausstatterIn

     Unterrichtsstunden  
Unterrichtsfach  1. Ausbildungsjahr 2. Ausbildungsjahr  3. Ausbildungsjahr
I. Berufsbezogener Bereich      
Wirtschafts- und Betriebslehre  0-40  0-40  0-40
Auftrags- und Arbeitsprozesse 20-40 40-60 100-160
Herstellungs- und Präsentationsprozesse  60-80  120-140 260-300
Gestaltungsprozesse  160  80 360-380
II. Differenzierungsbereich  siehe APO-BK    
III. Berufsübergreifender Lernbereich   siehe Stundentafel der APO-BK    
Deutsch/Kommunikation
Religionslehre
Sport/Gesundheit
Politik/Gesellschaftslehr


Der aktuelle Stand ist dem Stundenplan zu entnehmen.

Evaluation

Lernerfolgsüberprüfungen und Leistungsbewertungen orientieren sich am Niveau der in den Zielformulierungen der Lernfelder als Mindestanforderungen beschriebenen Kompetenzen. Dabei werden berücksichtigt:

  • der Umfang und die Differenziertheit von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • die Selbständigkeit bei der Leistungserbringung
  • die situationsgerechte, sprachlich richtige Kommunikation
  • das Engagement und soziale Verhalten in Lernprozessen
  • neben den Zeugniszensuren und den Beobachtungen der Lehrer
  • wird ein Schülerfragebogen, auf dem eine Rückmeldung zu unterrichtlichen Abläufen gegeben wird, zum Schuljahresende von den Klassen ausgefüllt und von den Klassenlehrern ausgewertet (siehe Anhang)
  • die LehrerInnen des Bildungsganges evaluieren ebenfalls am Ende des Schuljahres in der Bildungsgangkonferenz. Gemeinsam wird die Auswertung dieses Fragebogens durchgeführt
  • aus Bewertungsbögen folgen eventuelle Veränderungen für die Unterrichtsplanung und -organisation des kommenden Schuljahres
  • weiter werden am Schuljahresende die Zensuren der Abschlusszeugnisse mit den Zensuren, der von der Kammer abgenommenen Prüfung verglichen. Über Abweichungen berichtet die Konferenzleiterin zu Beginn des neuen Schuljahres, um ggf. mit der Konferenz unterrichtliche Maßnahmen zu ergreifen.