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SIGNALE – Imposanter Auftritt der Jungdesigner des Adolph-Kolping-Berufskollegs



SIGNALE lautete das Motto der Jahresausstellung 2010 der Dreijährigen Berufsfachschule für Gestaltung des Adolph-Kolping-Berufskollegs. Am Freitag, 19. und Samstag, 20. März präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufen ihre Jahresarbeiten aus den Bereichen Grafikdesign und Medien/Kommunikation.

Bildergalerie der Facharbeitenausstellung

Pünktlich um 11 Uhr eröffnete Schulleiter Bernd Fehige am Freitag die Ausstellung und beglückwünschte die angehenden Gestaltungstechnischen Assistentinnen und Assistenten und ihre Lehrerinnen und Lehrer zu den beeindruckenden Arbeiten. Fehige lobte bei dieser Gelegenheit auch die Ergebnisse der Ende Januar am Adolph-Kolping-Berufskolleg durchgeführten Qualitätsanalyse. Sichtlich stolz teilte er den Anwesenden mit, dass sich unsere Schule landesweit im oberen Fünftel platziert habe und dass gerade unsere Facharbeitenausstellung ein Beispiel dafür gebe, warum das so ist. „Besser geht’s nicht - und auch mit diesem Spitzenergebnis haben wir ein klares SIGNAL gesetzt, mit dem wir nun auch landesweit hausieren gehen können.“, kommentierte Bernd Fehige. Er lobte die Bandbreite der Ausstellung, die das Motto SIGNALE treffend vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler des Grafikdesigns entwickelten professionelle Produkte vom Corporate Design für reale und fiktive Kunden über Verpackungsdesigns und Buchgestaltungen bis zu Kalendern. Die Experten im Bildungsgang Medien-Kommunikation empfingen ihre Gäste standesgemäß mit einem roten Teppich und präsentierten ihnen Internetseiten, anspruchsvolle Fotografie, Kurzfilme und Trailer. Mit diesem Spektrum an gelungenen Arbeiten wird ein vielfältiger Bogen gespannt, der das kreative Potential und das technische Know-How der jungen Designerinnen und Designer unserer Schule anschaulich demonstriert und den Besuchern auch interessante Einblicke „hinter die Kulissen“ in das hohe unterrichtliche Niveau der Ausbildung ermöglicht.

Unsere Gastreporterin Kathrin Willen aus der Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ der Klasse GT O1 schildert uns ihre Eindrücke der Ausstellung:

„Das Thema der diesjährigen Facharbeitenausstellung lautete SIGNALE. Da in diesem Jahr erstmals Thomas Loy, unser neuer Lehrer für Gestaltungstechnik, für das Corporate Design und die Öffentlichkeitsarbeit der Ausstellung zuständig war, haben sich das komplette Konzept und die Durchführung der Ausstellung verändert. Herr Loy hat uns Schülerinnen und Schüler in die gesamte Planung mit einbezogen und auch das Motto der Ausstellung SIGNALE haben wir gewählt. Daraus haben wir ein klares Konzept und ein professionelles Corporate Design entwickelt. Alle Tische der Oberstufen sind z.B. mit weißen Tischdecken dekoriert und sehen klar und einheitlich aus. Um die Ausstellung in Münster und Umgebung bekannt zu machen, haben wir mit Hilfe verschiedener Medien Werbung gemacht. So hat sich z.B. eine Gruppe um Werbung in Radio und Fernsehen bemüht. Zur Ausstellung sendete die WDR-Lokalzeit einen Beitrag und in diversen Radiosendern wurde die Ausstellung angekündigt. Andere Gruppen haben Anzeigen und Printwerbung in Zeitungen ("Na dann") geschaltet, Plakate gestaltet und verteilt. Zudem haben wir uns um die Gestaltung der Ausstellungsräume und Flure gekümmert, so haben wir z.B. ein Meter hohe Styroporbuchstaben und menschengroße Piktogramme von Signalträgern angefertigt und Fußböden und Wände mit Flyern, Plakaten, Aufstellern, Buttons und Bannern dekoriert, die den Weg in die Ausstellungsräume weisen. Die Einladungskarte wurde von meiner Mitschülerin Alina Schwertner aus der GT O1 entwickelt. Für mich persönlich war das alles ganz neu, aufregend, aber auch anstrengend, da wir nie zuvor eine Veranstaltung in dieser Größenordnung von Anfang bis Ende geplant haben.“

Die Jahresausstellung der Facharbeiten bildet einen integralen Bestandteil und Höhepunkt unserer dreijährigen Ausbildung der Gestaltungstechnischen Assistentinnen/Assistenten mit Fachhochschulreife. Im Rahmen ihrer Ausbildung erstellen die Schüler und Schülerinnen in der Mittelstufe eine Facharbeit zu einem selbst gewählten Thema. Eine Anbindung des jeweiligen Themas an reale Erfordernisse des Berufsfeldes ist dabei immer die Voraussetzung. Als Realisierungszeitraum stehen den Auszubildenden der Mittelstufen vier Monate zur Verfügung. Sie werden in ihrer Arbeit durch Betreuungslehrer fachlich beraten. Auch die Schüler und Schülerinnen der Oberstufen der DBFS Gestaltung stellen dem Publikum ihre Facharbeiten vor: als eigenständige „Abschlussarbeit” vor dem Beginn ihrer Fachhochschulreifeprüfung erstellen sie Entwürfe zu selbst gewählten Aspekten des Grafikdesign und der Medien-Kommunikation. Die Ansprüche an Selbstständigkeit und Professionalität werden hierbei durch einen kürzeren Realisierungszeitraum und eine komprimiertere Fachlehrerbetreuung gesteigert, hier bestimmen die Qualifikationsanforderungen des zukünftigen Berufsfeldes den Maßstab.

Hierzu noch einmal Kathrin Willen (GT O1): „Durch die Facharbeiten lernen wir Gestaltungstechnische Assistentinnen und Assistenten eine Menge über die PC-Programme, die technische und kreative Umsetzung und Entwicklung eines Produkts, aber auch über Aspekte wie Zeitmanagement. Dabei wird von uns sehr viel Eigenverantwortung und Selbstständigkeit verlangt. Diese Aufgabe mag einige Schüler anfangs verunsichern, vielleicht auch überfordern, aber hat man erst einmal einen Anfang gefunden, ist der Lernzuwachs enorm. Durch die eigenverantwortliche Arbeit und den Umfang der Facharbeit werden wir vor Probleme und Fragen gestellt, die wir uns vorher nie vorgestellt hätten. Alle Fehler, seien es organisatorische wie mangelndes Zeitmanagement, technische oder auch kreative, die mir während meiner ersten Facharbeit in der Mittelstufe unterlaufen sind, habe ich in meiner Oberstufen-Facharbeit nicht mehr begangen. Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich während der beiden Facharbeiten eine Menge berufsbezogene aber auch persönliche Erfahrungen gemacht habe. Diese Erfahrungen sind wichtig für das Lernen von Verantwortung, Teamarbeit, Selbstständigkeit und, natürlich, freie kreative Arbeit.“

Am Samstag gegen 15 Uhr füllte sich dann das Treppenhaus-Foyer des Adolph-Kolping-Berufskollegs erneut. Unser stellvertretender Schulleiter Martin Lohmann eröffnete die Prämierung der Facharbeiten. Er lobte das Engagement der Schüler und die Präsentation der gelungenen Arbeiten in einem ebenso gelungenen Rahmen. Das Grußwort sprach Frau Dr. Barbara Rommé, die Leiterin des Stadtmuseums Münster. In ihrer Rede verwies Frau Dr. Rommé auf die langjährigen Kontakte zwischen dem Stadtmuseum und dem AKBK und betonte, dass Kommunikation und Dialog nicht nur in der Ausstellungskonzeption eine wichtige Rolle spielen, sondern auch in der Ausbildung der Gestaltungstechnischen Assistenten. Besonders lehrreich für unsere angehenden Designer waren ihre Ausführungen zum Logo des Stadtmuseums Münster: Das konkrete Anforderungsprofil bezüglich Gestaltung und Mikrotypografie wurde aus der Perspektive der Leiterin eindrucksvoll vermittelt. Dann übernahmen die Bildungsgangleiter Kristina Hoppe und Manfred Kluthe die Initiative und schritten zur mit Spannung erwarteten Preisverleihung. Wie auch in den letzten Jahren sind für die besten Arbeiten Buchpreise ausgelobt worden. Hier gibt es zunächst den „Preis der Jury“, der durch das Team der Betreuungslehrer ermittelt wird, die am Tag vor der Ausstellungseröffnung alle Arbeiten der Mittelstufen in Augenschein nehmen und benoten. Die Preisträger der Jury sind in diesem Jahr:

  • Caroline Streschewski (Klasse GT M1)
  • David Neblik (Klasse GT M2)
  • Svenja Hanne (Klasse GT M3)

Aber auch die Schülerinnen und Schülern der DBFS Gestaltung werden traditionell zur Abstimmung über die besten Arbeiten gebeten, hierbei nehmen auch die Facharbeiten der Oberstufen teil. Die diesjährigen Preisträger der Schülerinnen und Schüler sind:

  • Tobias Berge (Klasse GT M3)
  • Kira Waschke (Klasse GT M1)
  • Jana Berh (Klasse GT O1)    


Kristina Hoppe betonte in ihrer Laudatio die Bedeutung der Ausstellung, die sowohl der zielgerichteten Außendarstellung des Adolph-Kolping-Berufskollegs sowie der schulinternen Kommunikation diene und das vielfältige, kreative und technologisch moderne Potential unserer Ausbildung im Bereich Gestaltung dokumentiere.

Auch hierzu nochmals unsere Schülerin Kathrin Willen (GT O1): „Wir Gestaltungstechnischen Assistentinnen und Assistenten erleben durch die Ausstellung, wie viel Aufwand und Organisation eine solche Veranstaltung schon im Vorfeld erfordert und wie viel Zeit und Geld in die Vorbereitung eingehen. Sollte wir im späteren Berufsleben, beispielsweise in einer Werbeagentur, jemals den Auftrag bekommen, eine Kampagne, Ausstellung oder ein anderes Event gestalterisch einheitlich und zum Motto passend zu gestalten, Werbung und Außenauftritt auf die Ausstellung abzustimmen und alles zu organisieren, werden wir auf diese Erfahrung zurückgreifen können. Durch die Vorbereitung der Ausstellung habe ich vieles gelernt, was im Beruf aber auch im Privatleben wichtig sein kann. Ein Gestalter muss nicht nur am Computer seine Ideen visuell umsetzen können, sondern auch ein Gespür dafür haben, wie man sie richtig platziert, wie man die Leute richtig anspricht und dazu bringt, sich wirklich für das Gezeigte zu interessieren. Die umfangreiche und vor allem eigenständige Vorbereitung und Durchführung dieser Ausstellung hat mir persönlich durch ihr klares Konzept, die Arbeit im Team aber auch in Eigenverantwortung, sehr viel gebracht. Gestalterisch habe ich viele meiner im Unterricht erworbenen Kompetenzen in dieser Ausstellung gut anwenden, präsentieren und in der Öffentlichkeit realisieren können. Ich habe jetzt das Gefühl, eine solche Herausforderung auch in Zukunft, vielleicht sogar mit weniger Unterstützung, meistern zu können.“

Auch in diesem Jahr fand im Rahmen der Ausstellung wieder der „Info-Treffpunkt Studium und Beruf“ statt. Hier stellten sich ehemalige Auszubildende der DBFS, die nun an verschiedenen Hochschulen studieren oder berufstätig geworden sind, den Fragen der interessierten Schülerinnen und Schüler. Die sehr rege Teilnahme unserer „Ehemaligen“ zählt zu einem der Sympathiepunkte der Veranstaltung, da sie diesen Rahmen immer gerne zum Wiedersehen mit ihren Ex-Mitschülern und –Lehrern nutzen. Erfreulich war aber auch die große öffentliche Wirkung der Ausstellung, die in beiden Tagen über tausend Besucher anzog.

Text: Kathrin Willen (GT O1) und Werner Grundhoff

Bilder: Jochen Borgert und Werner Grundhoff


Adolph-Kolping-Berufskolleg

Lotharingerstraße 30
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Tel: 0251 - 48247 0
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